„Wenn die Welt draußen verrückt spielt, ist es Zeit nach Innen zu schauen.“

Dieses Jahr 2020 zeigte sich mit vielen positiven und negativen Veränderungen, Einschränkungen und Herausforderungen in allen Lebensbereichen. Jeder kam auch an bestimmte Grenzen, in sich emotional und im Außen heran. Viele erlebten dieses Jahr herausgerissen aus der Zone der Sicherheit, des Gewohnten, des Komforts, der Freiheit und vielem mehr. Jede Krise eröffnet jedoch jedem Menschen, dass er an neue noch nicht gelebte Potentiale, Talente, Eigenschaften herankommt und diese entwickelt. Jede Krise ist die Aufforderung in einem selbst zu überprüfen: Was ist alt, unbrauchbar und überholt?. Was darf neues entstehen und gelebt werden? Etwas, was dem Menschen oder der Menschheitsentwicklung mehr entspricht. An Altem festhalten und beklagen, bringt niemanden weiter. Das Rad der Entwicklung dreht sich stets weiter. Ein Zurück in alte gewohnte Strukturen und das alte Leben gibt es nicht, sondern nur ein Vorangehen. Jeder hat die Möglichkeit, so eine Umbruchsphase zu nuten und etwas GUTES, NEUES entstehen zu lassen, in seinem Wirkunsfeld. In solchen Zeiten kommt jeder auch an seine eigenen verdrängten Schattenseiten ran, etwas was in einem schlummert und nicht erlöst ist. Es ist eine Chance diese Schattenseiten, unverarbeitete Erlebnisse ins Bewusstsein zu holen und in ein Geschenk zu verwandeln. Oft steckt hinter einem Kampf im Außen etwas Unverarbeitetes, dadurch entsteht mehr Hass, Wut, Zorn, Streit usw. Wer in seinem Umfeld oder in der Gesellschaft etwas Anzuklagen oder zu Beklagen hat, könnte sich auch fragen, was das mit ihm selbst zu tun hat und was er zu dieser Situation beigetragen hat?

Hierzu möchte ich Ihnen eine kleine Weisheitsgeschichte zur Verfügung stellen:

Indianergeschichte von den zwei Wölfen

Ein alter Cherokee Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer und schaute nachdenklich in die Flammen. Es war finster, das Feuer knackte und die Flammen loderten gen Himmel. Das Licht des Feuers warf Schatten ringsherum.

Nach einer gewissen Zeit meinte der Indianerhäuptling zu seinem Enkel: „Das Licht der Flammen und die Dunkelheit sind wie die zwei Wölfe, die in unseren Herzen wohnen“.

Fragend schaute ihn der Enkel an.

Daraufhin begann der alte Cherokee seinem Enkel eine sehr alte weise Geschichte von seinem Indianerstamm zu erzählen.

„In der Brust eines jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der weiße Wolf verkörpert alles was gut ist, der Schwarze, alles was schlecht und negativ ist. Der Schwarze Wolf steht das Dunkle, für Wut, Angst, Hass, Gier, Neid, Lügen und Missgunst. Der weiße Wolf steht für das Licht, für Liebe, Freude, Mitgefühl, Frieden, Freundlichkeit, Güte und Hoffnung.

Zwischen beiden Wölfen findet ein ewiger Kampf statt. Diese beiden Wölfe kämpfen in jedem von uns.“

Der Enkel dachte eine Weile darüber nach, dann fragte er seinen Großvater,: „Und welcher Wolf gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du nährst.“

Geschichte nacherzählt von einem unbekannten Verfasser

 

Die dunkle Seite, der schwarze Wolf steht für die Erlebnisse und Seiten des Menschen, die noch nicht bewusst angeschaut wurden. Erst wenn sie ins Bewusstwein kommen, Gefühle durchlebt werden und eine Vergebung, sowie Dankbarkeit eintritt, ist das so, dass Licht entsteht. Jeder kann zum Weltfrieden beitragen, indem er in sich Frieden schafft. In diesem Sinne, alles Gute.

Herzlichst Ihre Heilpraktikerin Kerstin Meier

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