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Aktueller neuer Artikel und Geschichte geschrieben von Kerstin Meier:

Steuermann oder Gesteuerter im Leben sein – Du entscheidest

Unter Mündigsein des Bürgers kann man die Fähigkeit verstehen, das Leben eigen- und  selbstbestimmt zu führen.  Eigene Entscheidungen zu treffen, die durch Erkenntnisse gebildet werden sind eine unabdingbare Voraussetzung für Mündigkeit im Leben. Dadurch fühlt sich der Mensch unabhängig, frei von Manipulationen. Es setzt eine Hinwendung und Betrachtungsweise, sowie das Anschauen und Abwägen von verschiedenen Seiten und Standpunkten zum Thema voraus und damit auch eine kritische Auseinandersetzung. Erst wenn sich der Mensch intensiv mit einem Thema bis in die Tiefe hinein auseinandergesetzt hat und dadurch Erkenntnisse gewonnen hat, kann er sich eine eigne Meinung aufbauen und einen eigenen Standpunkt vertreten. Eine Beziehung zum Thema kann aufgebaut werden. Kein Konsum und Anspruch der Erkenntnis für sich alleine sollte das Ziel sein, sondern ein In-Beziehung-Treten über das Thema zu seinen  Mitmenschen ist förderlich.  Nicht nur die selbst aufgebaute Meinung zählt, sondern dass dann die Erkenntnis in das Handeln als Eigenaktivität einfließt. Der Mensch braucht aus eigenem Antrieb heraus durch seine Willenskräfte einen Einsatz für sein individuelles Handeln.

Die schlechteste und unbrauchbarste Möglichkeit in einem Abwägungs- und Entscheidungsprozess ist, wenn gar keine Entscheidung getroffen wird, d.h. der Mensch weicht einer Entscheidung aus. Eine Fehlentscheidung selbst treffen ist immer noch besser, als gar keine Entscheidung. Keine Entscheidung bedeutet, dass  das Entscheiden anderen überlassen wird, somit ist der Weg offen für Fremdbestimmungen und Manipulationen von außen, durch andere Meinungen, Medien, Politik, Angstmacherei, Lügen etc. Werden Entscheidungen aus der Emotion wie z.B. aus der Angst heraus entschieden, so treten als Folge meist Probleme auf und der Mensch landet nicht dort, wo er gern hin möchte. Wenn jedoch eine bewusste auf Erkenntnissen aufgebaute Entscheidung getroffen wird und mit Mut diese Entscheidung umgesetzt wird, so erlebt ein Mensch Freiheit und das Gefühl der Steuermann im Leben zu sein. Probleme im Leben, die sich nicht auflösen wollen, sind nicht getroffene Entscheidungen. Wer in seinem Leben bewusste Entscheidung trifft, der fühlt sich aufgerichteter, innerlich gefasster und gestärkter. Das Durchschreiten von Krisen wird dann leichter und zielgerichteter.

In der heutigen Wohlstandsgesellschaft ist der Erdenbürger mehr in einer Komfortzone und wagt auf Grund des Wohlstandes und der Bequemlichkeit kaum noch etwas sich zuzutrauen. Dadurch stagniert die seelische Entwicklung, materiell hat der Mensch alle Annehmlichkeiten, aber seelisch verarmt er. Apathie, die Teilnahmslosigkeit lähmt jeden. Zu beobachten ist das auch besonders bei gesellschaftskritischen Themen. Die Bequemlichkeit und das Wegschauen verhindern eine ordentliche Auseinandersetzung zum Thema. Am ehesten ist wohl der deutsche Bürger etwas aufgewacht zum Thema Umwelt, wie das Thema „Rettet die Bienen“ in Bayern zeigt. Aber allein nur eine Unterschrift zu leisten für eine Petition reicht noch nicht aus. Durch Aufklärung und Auseinandersetzung kann jeder Bürger überlegen, wo er selbst einen Beitrag zur Erhaltung unserer Natur beiträgt.

Ebenso stellt das Thema Impfpflicht oder Impfzwang durch die Regierung eine Fremdkontrolle, ja Manipulation dar.  In den Medien wird ein Bild von einem eher egoistischen Ziel eines Politikers vorgespielt, dass der sich Profilierende die Bevölkerung durch diese schlimme Erkrankung „retten“ will, weil er die Masern durch Impfung ausrotten könnte. Das ganze Thema wird eher auf der emotionalen Schiene ausgetragen, durch schüren von Angst. Eine Zwangsimpfung kann wie ein tiefer Willenseingriff in den Menschen empfunden werden. Anders würde es sich verhalten, wenn auch die Verantwortung bei jedem einzelnen in der Bevölkerung gelassen würde. Aufklärung zum Thema Impfung, die Hintergründe zur gesamten Impfpolitik oder auch die Funktion des Immunsystems, eine Auseinandersetzung mit dem Für und Wider wären ein besserer Weg, die dann auch zur Eigenverantwortung führen. Nicht die Angst vor Krankheiten sollte die Entscheidung herbeiführen, sondern selbst gewonnene Erkenntnisse führen zur freien selbstbestimmten Entscheidung.

Heute wird dem Menschen in verschiedensten Bereichen des Lebens die Entscheidungsfähigkeit abgenommen und die Fremdbestimmung oder noch besser beschrieben die Fremdkontrolle nehmen stetig zu. Durch Angstmacherei kann ein ganzes Volk gut gelenkt werden. Heut wird kaum noch gewagt, sich eigene Gedanken zu einem Thema zu machen, sondern es ist leichter andere Meinungen und Standpunkte einfach zu übernehmen. Doch dieser Weg schenkt dem Menschen Unfreiheit und Unselbständigkeit. Eine selbstbestimmte bewusste sinnvolle innere Führung verhindert Selbstauflösung und zwanghaftes Handeln im Leben.

Es ist auch durch das Thema Mündigkeit nachvollziehbar, warum kritische Menschen, die auf wichtige Themen in der Öffentlichkeit aufmerksam machen, dann aus der Gesellschaft ausgeschlossen, beschimpft und rechtlich verfolgt  werden. So kann man den Eindruck gewinnen, dass der mündige Bürger heute nicht erwünscht ist.

Autosuggestion und Heterosuggestion sind nicht auf einer inhaltlichen Vorstellungsbildung und Erkenntnis gegründet, sondern durch ein sich selbst Einreden oder von fremden Personen oder Institutionen etwas eingeredet zu bekommen und führen nicht zu einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichem Leben.

Dazu eine kleine Geschichte um das Thema bildlich zu machen:

Der Steuermann und der Gekennterte

Einst gab es einmal zwei junge gute Segler. Der eine, Somniumus hatte das Segeln gelernt, einfach so durch die Erwartungen der Eltern getrieben, um es auszuprobieren. Der andere gute Segler, Bersagliono hatte eine klare Vorstellung. Jede kleine verborgene Insel mit seinem Segelschiff zu erkunden und die wunderschöne unberührte Natur zu erforschen, war sein Ziel. Einmal eine ganz besondere Pflanze zu finden, die noch keiner gefunden hatte, um diese der Menschheit zu zeigen, war sein großer Wunsch.

Somniumus nahm sich vor den ganzen Tag von den Wellen hin und her treiben zu lassen und im Sonnenschein zu träumen. Bersagliono hatte ein genaues Ziel vor Augen, nämlich zur kleinen einsamen Insel weit draußen auf dem Meer zu segeln, um diese nach außergewöhnlichen Pflanzen zu erforschen. Plötzlich zogen am helllichten Firmament tief schwarze Wolken auf, die sich rasant zu einem Gewitter zusammenballten. Da Somniumus in träumerische Schwelgerei gesunken war, nahm er die Bedrohung zu spät wahr. Als riesige Wellen das kleine Segelschiff hin und her peitschten, er vom Meereswasser kalt durchtränkt war, sprang er etwas benommen auf und versuchte ans Steuer zu gelangen. Als er es erreichte, schlotterten ihm die Knie, der Mut hatte ihn verlassen. „Was soll ich nur tun, ich werde umkommen.“, jammerte er vor sich hin. Er hatte die Orientierung verloren. Zaghaft drehte er am Steuer, doch vergeblich, das Schiff kenterte. Er konnte sich nur an einem Stück Holz des Schiffes festkrallen, um nicht zu ertrinken.

Zur gleichen Zeit geriet auch Bersagliono in das Unwetter. Da er die ganze Zeit die Führung des Schiffes nicht aus der Hand gab und das Wetter beobachtet hatte, war er entschlossen und furchtlos, mit Kraft und klaren Gedanken am Steuer. Geschickt manövrierte er sein Schiff durch das tobende Gewitter. Nicht eine Sekunde dachte er ans Aufgeben. Sein Ziel beflügelte ihn weiter Kurs auf die Insel zu nehmen. Siehe da, nach einiger Zeit lockerte sich der Himmel auf, der Sturm legte sich und am Horizont sah der unbeschadete Segler die gesuchte Insel. Die Freude wurde riesengroß, als er bei Sonnenuntergang die Insel erforschte und sein Lager für die Nacht aufschlug, um sich zu erholen. Am nächsten Morgen überquerte er die kleine Insel noch einmal. Zu seinem Entzücken fand er eine kleine wunderschöne stachelige Pflanze, die mit den ersten Sonnenstrahlen aufblühte. Vorsichtig grub er sie aus und wickelte sie sicher in sein Hemd. Als er zum Strand zurückkehrte fand er Somniumus entkräftet am Ufer und half ihm. Gemeinsam segelten beide in die Heimat. Diese Pflanze, stellte sich heraus, war eine Heilpflanze. Überglücklich bewunderte er seinen Schatz und beschloss diese Pflanze anzubauen für das Wohl der Menschheit, während Somniumus beschloss nie wieder zu Segeln. Dieses Erlebnis stellte sich als richtungsweisend für das weitere Leben beider Segler heraus.

Hier weitere Artikel zu verschiedenen Themen, die ich geschrieben und im Kolibri veröffentlicht habe.

Artikel Beziehungsprozess in der Partnerschaft / Was ist Liebe /  

Gewaltfreiheit in der Partnerschaft/ Toleranz in der Partnerschaft/ Wie kann Vertrauen entstehen/ Die Gier als Produkt des Materialismus/Moral auf ethischem Individualismus basierend